Bußakt

Guter Gott, in jedem Abschnitt unseres Lebens begegnen wir Krankheit, Leid und Ungerechtigkeit. Alles in unserem Leben hat seinen Sinn, auch wenn wir es oft nicht verstehen. Wir wissen aber, dass es dein Weg für uns ist.
Verzeih uns, wenn wir oft durch Angst und Emotionen wir gelähmt sind, es nicht schaffen, auf kranke, einsame Menschen zuzugehen und uns das Verständnis für ihre Wünsche fehlt.
Herr, erbarme dich unser.

Jesus Christus, du willst nicht, dass das Haus deines Vaters verunehrt wird. Du schaffst diesen Ort der Ruhe und Stille für Menschen, die sich nach einer innigen Beziehung zu Gott sehnen.
Vergib uns, wenn wir unsere Mitmenschen mit unserer Hektik und Geschäftigkeit stören und manchmal blind und taub für ihre Bedürfnisse sind.
Christus, erbarme dich unser.
>Sich zu erinnern wie die Jünger Jesu im heutigen Evangelium, ist etwas ganz Wichtiges: still werden, innehalten und über das Leben nachdenken. Nehmen wir uns Zeit? Geben wir alten Menschen die Chance, sich uns mitzuteilen?
Verzeih uns, wenn wir oft den Kontakt und das Gespräch zu dir und unseren Mitmenschen abbrechen, weil uns Worte, Einfühlungsvermögen Herzenswärme und Verständnis fehlen.
Herr, erbarme dich unser.

Kehrvers

Ruf vor dem Evangelium

 

Krokusse

Immer wieder –jedes Jahr – erfüllt uns ein gewisses Sehnen nach dem Frühling, in dem alles zu neuem Leben erwacht: Dort stecken die ersten Krokusse trotz Schnee ihr zarten Köpfchen aus der Erde, . . .

Blütenzweig

da brechen die ersten Blüten auf, die Vögel kommen aus dem Süden, . . .

Oma mit Kindern

Alt und Jung erfreut sich an der Blumenwiese: Bewegung und geschäftiges Tun, wo immer man hinschaut. Und doch ist es immer gegenwärtig, dieses leise Ahnen, dass alles vergänglich ist, nichts ewig Bestand hat. Wir bleiben nicht stehen, gehen immer weiter, . .

Wanderer

wir befinden uns auf einer Wanderung, nicht nur durch die Jahreszeiten, sondern auch durch unser Leben, zu dem auch der Herbst gehört. Alte Frau Alte Menschen stehen im Herbst ihres Lebens, sie haben viel erlebt, ihre Vergangenheit ist durch unzählige Erfahrungen geprägt. In ihrem Gesicht kann man lesen wie in einem offenen Buch. Da gab es Höhen und Tiefen, Licht und Dunkelheit, Freude und Leid. Die Falten in einem Gesicht zeugen wohl von Verlust, Krankheit, Leid, Alter. Da wird es still um dich. Du möchtest ausbrechen, fliehen. Tu es nicht! . . .

Altes Ehepaar

Vielleicht gibt es da doch jemanden, der dir helfen möchte, über Trauer und Einsamkeit hinwegzukommen, mit dem du plaudern kannst über dies und das und der mit dir betet oder mit dir gemeinsam von einer Welt ohne Krieg, Gewalt, Unrecht, Angst und Kummer träumt. Und die Stille, die jede Krankheit in dein Leben bringt – was ist mit der? Gerade diese Stille kann dir so viel sagen: In unserer Krankheit begegnen wir Jesus Christus. Wie wir wissen, ist diese Begegnung immer eine heilende. . . .

Betender Jesus am Ölberg

Als kranker Mensch muss ich mich mit dem einsamen Jesus auseinandersetzen – denken wir nur an seine Angst und Traurigkeit am Ölberg, wo er seine Jünger schlafend fand. . . .

Jesus Christus mit dem Kreuz

Er geht seinen Kreuzweg, umgeben von einer gaffenden, schaulustigen Menschenmenge, aber er ist allein und verlassen, was seine letzten Worte am Kreuz so deutlich zum Ausdruck bringen: „Mein Gott, mein Gott! Warum hast du mich verlassen?“ Herbstblatt mit Raureif Da kommt es wieder, dieses beklemmende Gefühl, dieses Wissen, dass mitten im Leben der Tod steht – dieses Mahnen an das Sterben, das wir in der Natur Jahr für Jahr miterleben. Im Kranksein liegt aber auch die Gnade, dass ich mich mit dem auferstandenen Jesus auseinandersetzen muss. . . .

Kreuz

In seinem Kreuz liegt das Heil der Welt. Der Jesus Christus, der nach drei Tagen auferstand, wie wir es im Glaubensbekenntnis beten, war ein fröhlicher, der uns das ewige Leben verheißt.Eine Krankheit kann unser Leben lähmen, aber nicht verhindern. Krank zu sein, bedeutet immer eine Prüfung, auch eine Prüfung des Glaubens. . . .

Frau auf Bank im herbstlichen Park

Krankheit darf nicht in Hoffnungslosigkeit und Depression münden, wir Christen sollten sie im Lichte der Hoffnung erleben. Und wir? Wie verhalten wir uns, wenn Menschen erleben, was Jesus Christus erlitten hat, zwar nicht im Ganzen, aber unter verschiedenen Aspekten? Die Kranken gehören zu uns. Ihnen gebührt die gleiche oder eine noch größere Aufmerksamkeit wie den Kindern. Unsere Pflichten ihnen gegenüber sind nicht mit Arzneimittel kaufen oder sie zum Arzt bringen erfüllt. . . .

Zwei alte Frauen

Es ist viel mehr Wert, wenn wir sie besuchen, mit ihnen sprechen, mit ihnen beten oder etwas mit ihnen unternehmen. Mit dem Herzen betrachtet, ist krank zu sein nicht nur ein Problem des Betroffenen, eines Ärzteteams oder des Pflegepersonals, sondern von uns allen. Jesus Christus ist zu den Kranken gegangen und hat ihnen als Glaubende die Heilung angeboten. Es ist also auch unsere Pflicht, die Kranken zu besuchen, uns um sie zu kümmern. Wie schaut es damit aus?

Fürbitten

Priester: Guter Gott, du hast alles so wunderbar gemacht. In deinem Heilsplan hat alles seine Zeit. Du weißt, dass in unserem Leben auch Platz für Ruhe und Stille sein muss, um mit dir zu sprechen und auf dich zu hören. Dass wir in allen Situationen unseres Lebens deine Nähe erfahren und spüren können, bitten wir:

1. Für die Verantwortlichen in Kirche und Staat: Dass sie dem Druck der Erwartungen und Forderungen, die an sie gestellt werden, standhalten und immer wieder deine Stimme hören, um ihre wahre Berufung und den richtigen Weg zu erkennen.

2. Für unsere Pfarre: Lass unsere Gemeinschaft noch enger zusammenwachsen, indem wir jederzeit bereit sind, unseren Mitmenschen zu helfen. Gib uns ein offenes Ohr, die nicht ausgesprochenen Bitten und Bedürfnisse des Einzelnen zu vernehmen.

3. Für die Kinder und Jugendlichen: Dass sie in einer Gesellschaft, in der oft nur Aktion, Bewegung und Unterhaltung gefordert und angeboten werden, Menschen finden, die ihnen Räume der Stille zeigen und ihnen so Gotteserfahrung und Gottesbegegnung ermöglichen.

4. Für die Kranken: In ihrem so ruhig gewordenen Leben, dem durch Krankheit oder Behinderung Grenzen gesetzt wurden, sind sie in ihren Möglichkeiten stark eingeschränkt. Lass sie neue Hoffnung schöpfen, damit sie sich wieder an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen können.

5. Für die alten Menschen: Für die alten Menschen ist es ein Herzenswunsch, den Herbst ihres Lebens im Kreise ihrer Familie zu verbringen. Gib uns die Kraft, ihnen die Geborgenheit zu vermitteln, die sie sich wünschen.

6. Für unsere Verstorbenen

Wir beten für verstorbene Schwester Elisabeth Schwarz, für verstorbene Eltern Franz und Anna Posch, für verstorbenen Vater und Opa Josef Rigler, für verstorbene Eltern Josef und Anna Rath und verstorbenen Schwager Josef Summer, für verstorbenen Gatten und Vater Josef Jeitler, für verstorbene Mutter Maria Böck und verstorbenen Bruder Franz Böck und für verstorbene Eltern Franz und Maria Ponholzer und verstorbene Verwandtschaft, sowie für unsere Angehörigen, die in den letzten zwei Jahren aus unserer Mitte abberufen wurden: Martina Weißenböck, Elisabeth Skorzybut, Karl Skarek, Maria Maier, Theresia Sternberger, Thomas von Wertheimer, Gertrude Trimmel, Rosa Spies, Papst Johannes Paul, Brigitte Heilmann und Christa Wiesbauer.

Guter Gott, schenke ihnen die Fülle des ewigen Lebens.